Norbert Kronberger & PartnerSeit Jahrzehnten verwenden Werbeagenturen bei der Präsentation ihrer für den Kunden ausgearbeiteten Kampagnen die rhetorische Floskel „der Köder muss dem Fisch - sprich der jeweiligen Zielgruppe - schmecken“. Besonders gerne wird diese Formulierung eingesetzt, wenn sich der eine oder andere Auftraggeber erlaubt, die Inhalte der Präsentation kritisch zu hinterfragen. Natürlich ist es richtig, die Werbestrategie - sprich Köder - auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Insbesonders, wenn es sich tatsächlich um Werbung handelt. Dazu muss man aber erst einmal den Begriff „Werbung“ genauer definieren. Werbung verändert Menschen in ihrem Denken und Handeln durch kontinuierliche, nicht bewusst wahrgenommene Manipulation. Auf einmal werden Kühe lila, Handys kosten null Euro, etc.

Keine Werbeagentur traut sich jedoch ihren Kunden zu sagen, dass sich diese manipulierende Werbung maximal 15 % der österreichischen Firmen leisten können. 85 % der Unternehmen haben einfach nicht das nötige Geld, um tatsächlich Werbung zu betreiben. Aus diesem Grund müssen sie selbst der wichtigste Teil ihrer Unternehmenskommunikation sein. Wir sehen es daher als unser wichtigstes Ziel, schon zu Projektbeginn den Kunden als aktiven Mitgestalter einzubinden. Nur so ist es gewährleistet, dass der Köder – sprich die Kommunikationsstrategie – dem Angler tatsächlich schmeckt.

Den Impuls für die Definition „der Köder muss zuerst dem Angler schmecken“ haben wir im Übrigen im wunderschönen Salzkammergut, genauer gesagt am Attersee, bekommen. Immer wieder haben wir Angler beobachtet, die mit gleichem Köder unterschiedlich viel gefangen haben. Am meisten aber haben immer jene gefangen, die an ihrem Köder keine Zweifel aufkommen ließen - der Glaube versetzt eben doch Berge.

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